Aus unserem Netzwerk (FIAN, AK Dekolonial):
Montag, 29. Juni 18-19.15 Uhr/ Online via Zoom
Extraktivismus ist kein „fernes" Problem. Für unsere „grüne" Transformation sehen wir afrikanische Staaten ganz selbstverständlich in der Rolle von Rohstofflieferanten. Guinea verfügt über die weltweit größten Bauxitvorkommen – ein Rohstoff, der zentral für die Herstellung von Aluminium ist und unsere Autos leichter machen soll. Der massive Bergbau in der Region Boké in Guinea ist ein exemplarischer Mikrokosmos von Rohstoffausbeutung und vieler ähnlicher Unternehmungen weltweit – mit all ihren zerstörerischen Folgen für die Menschen und ihre Mitwelt.
Wir vom freuen uns, dass Friederike Diaby-Pentzlin mit uns auf eine Zeitreise in die Gebiete des heutigen Guineas geht, mit Fokus auf der herausragenden Rolle von Metallgewinnung und Bergbau dort. Einst brachten die Metalle aus der Erde großen Reichtum. Heute gehört Guinea zu den ärmsten Staaten der Welt. Die Ungerechtigkeiten im Bauxitabbau sind kein Zufall, sondern haben System – koloniale Aneignungen als Blaupause für heutige Rohstoffgewinnung.
Ist dieser extremistische Rohstoffabbau in Guinea wirklich „notwendig für unsere Wirtschaft"? Was sind die Kosten und wer trägt sie? Wer profitiert? Wer hat dieses Wirtschaftsmodell entschieden? Wir wollen mit dieser Veranstaltung beitragen, koloniales Denken zu überwinden und stattdessen globale Solidarität zu fördern.
Anmeldung bis zum 24.06.2026 mit einer E-Mail an


