


Sexismus und Antifeminismus begegnen uns auch in der Bildungsarbeit – mal offen und sichtbar, mal subtil in Sprache, Erwartungen oder im Umgang miteinander. Gleichzeitig treffen in Seminaren Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und gesellschaftlichen Positionierungen aufeinander. Gerade in der Bildungsarbeit zu globaler Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung werden Fragen von Geschlecht, Macht, Kolonialität, Rassismus und anderen Diskriminierungsformen häufig miteinander verwoben.
Doch was verstehen wir eigentlich unter Begriffen wie Sexismus, Antifeminismus, Feminismus, Misogynie oder Intersektionalität? Wie hängen sie zusammen, und welche Bedeutung haben sie für unsere Bildungsarbeit?
Aus unserem Netzwerk (FIAN, AK Dekolonial):
Montag, 29. Juni 18-19.15 Uhr/ Online via Zoom
Extraktivismus ist kein „fernes" Problem. Für unsere „grüne" Transformation sehen wir afrikanische Staaten ganz selbstverständlich in der Rolle von Rohstofflieferanten. Guinea verfügt über die weltweit größten Bauxitvorkommen – ein Rohstoff, der zentral für die Herstellung von Aluminium ist und unsere Autos leichter machen soll. Der massive Bergbau in der Region Boké in Guinea ist ein exemplarischer Mikrokosmos von Rohstoffausbeutung und vieler ähnlicher Unternehmungen weltweit – mit all ihren zerstörerischen Folgen für die Menschen und ihre Mitwelt.
Montag, 29. Juni bis Freitag, 3. Juli; jeweils 9:00-13:15 Uhr
Die Forscher*innen erkunden ihr Essen: Woher kommt es? Was bewirkt es im Körper und für das Klima? Was essen Menschen anderswo? Sie experimentieren, fragen, untersuchen, probieren und haben Spaß.
Kooperation von Bildung trifft Entwicklung, Bündnis für Familie und WeltGarten Witzenhausen, mit Ines Fehrmann.
Aus unserem Netzwerk (Kritische Bildungstage):
Bildung geht uns alle an!
Fehlende Ressourcen, strukturelle Ungleichheiten und rechtsextreme Angriffe auf das Bildungssystem verhindern chancengerechtes und inklusives Lernen. Die “Kritischen Bildungstagen” möchten euch einladen, die strukturellen Probleme des aktuellen Schulsystems zu hinterfragen und zu diskutieren.
16:00 Uhr/ ZHG Hörsaal 007 der Universität Göttingen
Sicelo MBatha, Wilderness-Guide und Buchautor aus Südafrika ist unser Gast: “Ich bin, weil wir sind.”
Begegnung und Storytelling - unsere Geschichten miteinander teilen!
Geschichten von Visionen und Hoffnung, von Resilienz, Gemeinschaft, Verbindung mit Mensch und Natur, Community-Projekten und Transformation
Konflikte verstehen – Frieden gestalten: Globale Beispiele aus der Praxis
In Zeiten fortschreitender Militarisierung, möchten wir euch zu einer Online- Fortbildung einladen, um uns mit dem Thema Frieden zu beschäftigen. Unsere Referentin Andrea Jaramillo Contreras (selbst aus der wissenschaftlichen Friedensforschung) bereitet uns einen Input zur aktuell dringend benötigten Friedensbildung vor.
Der Workshop beschäftigt sich mit Konflikten weltweit und ihren Auswirkungen auf das Leben von Menschen. Dabei geht es auch um die Frage, ob Kriege wirklich eine Lösung sein können. Außerdem schauen wir uns verschiedene Beispiele aus der Praxis an, in denen Gemeinschaften Wege gefunden haben, mit Konflikt und Frieden umzugehen – zum Beispiel die „Comunidades de Paz“ in Kolumbien, ein palästinensisch-israelisches Koexistenzprojekt, die Ubuntu Circles in Südafrika oder „Combatants for Peace“ in Israel/Palästina. Anhand dieser Erfahrungen wollen wir überlegen, was in solchen Prozessen möglich ist und welche Erfolge es geben kann.
Angesichts zahlreicher Krisen ist ein sozio-ökologischer Wandel dringend nötig, die Wege dorthin scheinen allerdings unklar und entbehrungsreich.
Um trotzdem aufzubrechen, tun wir genau das: Wir brechen auf und nähern uns den Fragen: Was brauchen wir eigentlich, um gut leben zu können? Was brauchen wir nicht? Was gibt uns Kraft und wie können wir uns engagieren?
Dabei reflektieren wir soziale und ökologische Fragen für den gesellschaftlichen und unseren persönlichen Wandel.
· voraussichtliche Route: Lauenburg, Bardowick, Bienenbüttel, Bad Bevensen
· Übernachtungen im eigenen Zelt und auf eigene Kosten
Referent*innen: Markus Hirschmann und Michael Charbonnier
Wie kann eine lebenswerte und gerechte Zukunft für alle aussehen und was kann ich dazu beitragen? Die Methodenbroschüre "über:morgen – Utopien für eine gerechte Zukunft" lädt dazu ein, diese Fragen zu erkunden und Antworten zu finden. Sie eignet sich für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit (ab Klasse 8) und ist kostenfrei und digital verfügbar. Vier Module mit je sechs Methoden regen dazu an, globale Zusammenhänge besser zu verstehen und die eigene Resilienz angesichts globaler Krisen zu stärken. Sie ermutigen, utopisch zu denken, neue Zukunftsbilder zu entwerfen und eigene Projektideen zu entwickeln. Ergänzt werden die Methoden durch Hintergrundtexte sowie Literatur- und Materialempfehlungen. Hier können Sie die Methodenbroschüre herunterladen: https://globolog.net/ueber-morgen.html
Herausgeber: Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB)

