Die aktuelle Situation in Ecuador

coronavirus bildungsmaterial für sionaBeitrag von Jorge R. Imbaquingo übersetzt von Yvonne Rössler vom 20. Mai 2020

„MESET“ und „unguykuna“ – Neue Worte für die Pandemie

In der Sprache der Shuar (Shuar bedeutet in der Sprache der Shuar „Menschen“ und bezeichnet die Angehörigen eines indigenen Volkes, das im Amazonastiefland östlich der Anden in Ecuador beheimatet ist) gibt es kein genaues Wort, um zu definieren, was eine Pandemie ist. Das war eine der Herausforderungen, denen sich die freiwilligen Übersetzer*innen stellen mussten, die sich zum Ziel gesetzt haben über COVID-19 informieren und die Bevölkerung auf die Pandemie vorzubereiten.

 

 

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Die aktuelle Situation in Guatemala

Lehrkräfte der MayaschuleBeitrag von Heike Kammer vom 29. April 2020

In Guatemala steht das öffentliche Leben ebenso still wie in anderen Teilen der Welt: Schulen, Bibliotheken, Werkstätten und Restaurants bleiben geschlossen. Im Land herrscht Ausnahmezustand. Die Regierung hat schon früh drastische Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Seit dem 22.03. darf sich zwischen 16 und 4 Uhr niemand mehr draußen aufhalten. Die Vorgaben werden durch die Sicherheitskräfte rigoros überwacht.

Lehrer*innen der Mayaschule in Guatemala

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Die aktuelle Situation in El Salvador

Verteilung von NahrungsmittelnBeitrag von Heike Kammer vom 26. April 2020

Staatliche Verordnungen

Das kleine Land EL Salvador mit seinen rund 7 Millionen Einwohner*innen hat offiziell 79 infizierte Personen und meldete fünf Todesopfer (Stand: 8. April). Am 21. März verhängte Präsident Nayib Bukele eine vollständige landesweite 30-tägige Ausgangssperre. Die Ausgangssperre wurde vorerst (Stand: 16. April) bis zum 5. Mai verlängert.
                                                                                                  Selbstorganisierte Bürger*innen klären über Corona auf und verteilen Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und Schutzmasken

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Die aktuelle Situation in Mosambik

Posto de saude minAlltag unter Corona – Impressionen aus Beira / Mosambik

Beitrag von Kande Nkula (Beira) vom 24. April 2020 übersetzt von Ulrike Christiansen

Von Idai zu Corona

Von Idai zu Corona – so könnte der Titel dieses kurzen Berichts lauten. Ein Leben im Rhythmus von (Natur)Katastrophen, von menschlichem Leid, aber auch der Fähigkeit, Krisen zu meistern. Die Wunden von Idai sind noch nicht verheilt, da steht schon die nächste Herausforderung in Form des Corona-Virus vor der Tür.

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Die aktuelle Situation in Äthiopien

IMG 20200409 WA0000Beitrag von Anne Schorling vom 16. April 2020

Ein Beispiel für Nachbarschaftshilfe

Von Anfang Januar bis Anfang März war ich in Äthiopien, im Osten Afrikas. Dort habe ich bei meinen Freunden den Beginn der Fastenzeit miterlebt. Sie sind orthodoxe Christen.

In der Fastenzeit werden dort im Alltag besondere Gebetsstunden und Andachten wahrgenommen – zu Hause und / oder in der Kirche. Morgens wird auf das Frühstück verzichtet, vor 12.00 Uhr wird nichts gegessen und nichts getrunken. Bei den Mahlzeiten wird auf tierische Produkte verzichtet - kein Fleisch, keine Eier, kein Käse. Zusammen mit meinen Freunden habe ich dann mal ausgerechnet, wieviel Geld wir in der Fastenzeit sparen, wenn wir - im Drei-Personen-Haushalt - sieben Wochen lang auf das Frühstück und auf besondere Fleischgerichte verzichten. Das so gesparte Geld sollte dann für bedürftige Menschen gespendet werden.

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Die aktuelle Situation in Chile

blogchile2Beitrag von Jana Rohrbach vom 09. März 2020

Am 3. März wurde in Chile die erste Coronainfektion nachgewiesen. Noch Mitte März, als die Zahl der Infizierten schon auf über 150 Fälle gestiegen war, waren Einkaufszentren, Kinos, Fast-food-Ketten, Restaurants, Schulen, im ganzen Land in vollem Betrieb. Am 14. März zog der Gesundheitsminister die von Experten empfohlene Maßnahme, landesweit die Schulen zu schließen, nahezu ins Lächerliche. Weil die Regierung unter Präsident Piñera nur sehr langsam Maßnahmen ergriff, traten vielerorts die Bürgermeister in Aktion um Schulen zu schließen und lokale Quarantänen zu verordnen. Dann schließlich, am 19. März rief die Regierung für vorerst 90 Tage den Katastrophenalarm aus und beschloss nach und nach verschiedene Maßnahmen. Der Ladenpreis von handelsüblichen Desinfektionsmitteln war – üblich in einem absolut marktregierenden System - inzwischen schon ums Fünffache gestiegen.

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